Tag: Tasmanien
Klima in Australien
von Australien am 13 Jun. 2010, unter Informationen, Urlaub
Wegen der Größe des Landes gibt es in puncto Wetter so ziemlich alles, von sengender Hitze bis zu eiskalten Nächten. Die Jahreszeiten in Australien sind denen in Europa genau entgegengesetzt. Von September bis November ist Frühling, Sommer von Dezember bis Februar, Herbst von März bis Mai und Winter von Juni bis August. Die große Nord-Süd Ausdehnung des fünften Kontinents sorgt dafür, dass Australien zu einem Drittel im tropischen Klima und zu zwei Dritteln in der gemäßigten Zone liegt. Als Klimatrennlinie gilt der Wendekreis des Steinbocks, der auf der Höhe Townsville, Alice Springs, verläuft. Der äußerste Norden (Cape York, Darwin, die Kimberleys) ist tropisch udn weist von November bis April/Mai dramatische Niederschläge auf, sodass Reisen dann nur eingeschränkt möglich sind. Der größte Teil des Landes ist subtropisch, im Zentrum dazu aber sehr trocken, mit nur geringen Niederschlägen. Der Süden (Victoria, Sydney, Tasmanien) weist gemäßigtes Klima auf, ähnlich wie Europa. Eine ideale Reisezeit für das ganze Land lässt sich daher nicht empfehlen.
Der tropische Norden
Für den tropischen Norden mit dem Great Barrier Reef sind die trockenen Wintermonate der “dry season” (Mai-Oktober) eindeutig die beste Reisezeit. Optimal sind Juni bis August mit sehr wenig Regen und Sonnenschein bei mittleren Tagestemperaturen von 24°C (Townsville) bis 26°C (Cairns). Nahezu 30°C werden dann noch an der Nordspitze der Cape-York-Halbinsel gemessen. Das Meer hat nördlich von Townsville und am Great Barrier Reef auch im Winter (ohne gefährliche Meerestiere) ideale Badetemperaturen von mindestens 22 °C bis 24°C. Recht stabiles Wetter prägt auch die Monate Mai und September/Oktober. Eine gewisse Ausnahme ist der Küstenabschnitt Townsville/Cairns, wo die Great Diving Range ans Meer herantritt und der Südostpassat, je nach Wetterlage, selbst in der Trockenzeit einige Regentage bringt. Die vorgelagerten Riffinseln bleiben sonnig. Ab Oktober steigt in Nordqueensland aber die Gewitterneigung deutlich an, mit der Gefahr von Überflutungen. In der wet season von November bis April gibt es oft heftige Monsunregen mit erhöhtem Risiko von Wirbelstürmen für alle Küstenbereiche nördlich des Wendekreises und das gesamte Great Barrier Reef.
Der gemäßigte Süden
Für Reisen in die Küstenregion südlich des Wendekreises bieten sich, bis auf den Winter, alle Jahreszeiten an. Zwar ist der Sommer im südlichen Queensland mit mittleren Tageshöchsttemperaturen um 30°C (Brisbane) und oft drückender Schwüle nicht jedermanns Sache, doch nach Süden werden die Bedingungen schnell erträglicher. Zwischen Sydney und Melbourne und in den Blue Mountains sind 24°C bis 28°C im Sommer normal. Werte von über 40°C sind bei Winden aus dem heißen Zentrum Australiens selbst in Küstennähe möglich.
Das Outback mit Uluru (Ayers Rock)
Abseits der Küsten erreichen die Sommertemperaturen rasch bis zu 40°C. Daher sollte man für Fahrten ins rote Herz Australiens und zum Uluru/Ayers Rock die gemäßigten Frühjahrs- und Herbstmonate wählen. Im Winter liegen die Tagestemperaturen bei 18°C bis 20°C und auch die Sonne spielt mit, aber die Nachtfröste können unter -5°C sinken und einem schon zusetzen.
Wassertemperaturen
Das Meer ist im Februar am wärmsten. Bis zu 29°C werden rund um die Cape-York-Halbinsel und am nördlichen Great Barrier Reef gemessen, maximal 25°C bei Brisbane, 23°C an den Traumstränden von Sydney, aber höchstens 16°C bis 18°C vor Melbourne.
Die Geschichte von Australien
von Australien am 12 Jun. 2010, unter Geschichte
Die ersten Bewohner kamen im Zuge einer großen Völkerwanderung vor mindestens 50.000 Jahren aus Asien nach Australien. Sie kamen zu Fuß in kleinen Booten, mit vielen Zwischenstationen, die heute nicht mehr möglich wären. Das Klima war damals wesentlich kühler. Eine Eiszeit hatte auf der Nordhalbkugel viel Wasser in kilometerdicken Eisschollen gebunden, so dass der Meeresspiegel etwa 122 Meter niedriger war als heute. So konnte man die Torres Strait von Neuguinea nach Australien trockenen Fußes überqueren, und die indonesische Insel Timor lag nur 96 Kilometer von der australischen Nordküste entfernt.
Niemand weiß, warum die Menschen kamen. Vielleicht aus Rastlosigkeit oder Not, oder sie wurden von mächtigeren Stämmen gen Norden getrieben. Sie erschienen auf der Bildfläche und fingen an, sich auf dem Kontinent zu verteilen. Weitere Völkerwanderungen folgten, die letzte vor etwa 5000 Jahren. Mindestens zwei Menschentypen machten diese Wanderung. Eine kräftige Rasse, die die Anthropologen “robust” nennen, und eine schlankere, “grazile” Rasse. Die heutigen Aborigines sind Nachkommen der “Grazilen”.
Sie verteilen sich weitflächig auf dem Land, auf dem in jenen Tagen so bizarre Tiere wie bis zu drei Meter große Kängurus und Wombarts von der Größe eines Nashorns lebten. Archäologen fanden nahe Melbournes Tullamarine Airport 40.000 Jahre alte Camps, im Nepean Valley bei Sydney 45.000 Jahre alte Steinwerkzeuge und in einer Höhle bei Hobart 35.000 Jahre alte Knochen. (Damals konnte man vom heutigen Festland nach Tasmanien gehen, ohne Nasse Füße zu bekommen. Im Lake Mungo National Park in New South Wales entdeckten Anthropologen die verbrannten Überreste einer 35.000 Jahre alten Frau, die erste bekannte Leichenverbrennung. Vieles von dem, was wir über diese frühen Australier wissen, stammt von Steinwerkzeugen, Lagerresten und Felsenkunst. Der Zugang zu einigen dieser heiligen Stätten, Friedhöfe und Höhlengalerien ist Nichtaborigines verboten, aber es gibt Tausende von Felsenmalereien, vor allem in Kakadu und auf Cape York, die Touristen offen stehen, meist jedoch nur in Begleitung eines Aborigine-Führers.
Vor etwa 8000 Jahren begann die Erde sich zu erwärmen. Das Eis schmolz, der Meeresspiegel stieg, und die Ebenen, auf denen sich viele Generationen von Aborigines niedergelassen und gejagt hatten, wurden seichtes Wasser. Der Golf von Carpentaria, die Torres Strait und die Bass Strait.
Große Felsenkunstgalerien im Kakadu National Park im Northern Territory und in der rauen Kimberly-Region erzählen die Geschichte jener Tage. Wüstenszenen wichen einer Küstenlandschaft voller Bäume, tanzende Figuren wichen speerschwingenden Menschen. Vielleicht repräsentieren diese Szenen den Konflikt, als Tieflandbewohner vom steigenden Wasser auf das höher gelegene Land ihrer Nachbarn getrieben wurden. Als das Wasser nicht mehr weiter stieg und Australien seine jetzige Form annahm, saßen die Aborigines auf ihrer Insel fest und zwar ungestört, bis an einem Sommertag 1788 eine Flotte aus elf englischen Schiffen, bekannt als “First Fleet”, in die Botany Bay segelte. Die ersten aufgezeichneten Worte der Aborigine zu einem Weißen waren “Warra Warra!”. Übersetzt bedeutet es: “Geh weg!”.
Frühe Seefahrer
Australiens “Entdeckung” durch Capitain Cook im Jahr 1770, seine unerschütterliche, “bis zu den Schnürsenkeln” britische Vergangenheit und der Union Jack in der Flagge lässt einen leicht übersehen, dass die Engländer recht spät die Antipoden erforschten. Andere waren vor ihnen hier, auch wenn sie nur Schiffswracks und Ortsnamen hinterließen. Auf einer modernen Karte Australiens kann man lesen, welche Europäer den Kontinent besuchten.
Tasmanien, Cape Leeuwin (in Western Australia) und Groote Island (in Queensland) sind holländische Bezeichnungen aus dem 17. Jh, als der Kontinent als Neu-Holland bekannt war. Der Bonaparte-Archipel im Northern Territory und die Fleurieu-Halbinsel in Southern Australia wurden von den Franzosen getauft. Der Name der Houtman Abrolhos Islands ( in Western Australia), wo man frühe Wracks fand, ist von dem portugiesischen Begriff für “Halte deine Augen offen” abgeleitet. Die Torres Strait, die Cape York von Papua-Neuguinea trennt, ist nach dem Spanier Luis Torres benannt, der die Meerenge 1607 durchsegelte und es irgendwie schaffte, den Kontinent zu übersehen.
Das ist die Kurzfassung der frühesten europäischen Geschichte des Kontinents, einer 7,8 Millionen km² großen Landmasse in der hintersten Ecke des Südpazifiks, entdeckt und vermessen druch eine Reihe von Unfällen, zufälligen Landungen, verpassten Chancen und sonstigen Umständen.
Allgemeine Informationen über den Kontinent Australien
von Australien am 12 Jun. 2010, unter Allgemein
Der Australische Kontinent, auch das „südliche Land“ genannt liegt auf der Südhalbkugel nordwestlich von Neuseeland und südlich von Indonesien und Papua-Neuguinea. Zur australischen Hauptlandmasse gehört sowohl die vorgelagerte Insel Tasmanien im Süden sowie noch viele weitere kleinere Inseln. Zum Außengebiets Australien zählen die Kokos-, Weihnachts-, und Norfolkinseln, die Ashmore – und Cartierinseln, die McDonald- und Heard Inseln und auch die Macquarieinsel. Des Weiteren gehört auch das Antarktis Territorium zum Außengebiet Australiens dazu.
Flächenmäßig ist Australien der sechstgrößte Staat der Welt mit einer Gesamtfläche von 7,6 Millionen km². Auf dieser Fläche, die sich über drei Zeitzonen erstreckt, leben allerdings nur 20 Millionen Einwohner. In Deutschland leben dazu im Gegensatz etwa 80 Millionen Menschen auf einer Fläche von 357.000 km². Somit ist Australien fast 21-mal größer als Deutschland.
Australien hat eine Ost-West Ausdehnung von etwa 4.000 km und die Nord-Süd Ausdehnung beträgt ca. 3.700 km.
Viele Landesteile im westlichen und zentralen Australien sind nicht bewohnbar. Dieses Gebiet wird als Outback bezeichnet und wird als Weidewirtschaft für die etwa 26 Millionen Rinder und 132 Millionen Schafe genutzt.
Australien lässt sich in sechs Bundesstaaten und 2 Territorien unterteilen.
New South Wales, Queensland, Südaustralien, Tasmanien, Victoria und Westaustralien sind die Bundesstaaten und die Territorien sind Australian Capital Territory und Northern Territory. Als unabhängiges Gebiet gelten noch die Norfolkinseln.
Die fünf größten Städte Australiens sind:
- Sydney mit etwa 4 Mio Einwohnern
- Melbourne mit 3,03 Mio Einwohnern
- Brisbane mit 1,4 Mio Einwohnern
- Perth mit 1,2 Mio Einwohnern
- Adelaide mit 1,1 Mio Einwohnern
Diese Städte sind nicht nur die größten in Australien sondern gleichzeitig auch die bekanntesten.
Canberra ist die Hauptstadt Australiens und liegt zwischen Melbourne und Sydney.
Dort leben auf einer Fläche von 805,6 km² etwa 308.700 Einwohner. Der höchste Berg, der gleichzeitig auch der einzige Vulkan Australiens ist, ist der Mount Kosciuszko mit 2230 Metern. Er liegt auf der unbewohnten Insel Heard.
Auf der Insel Cape York im Nordosten von Australien findet man tropischen Regenwald und das weltberühmte Great Barrier Reef verläuft über mehr als 2000 km an der östlichen Halbinselküste Australiens entlang.
Australien ist ein phantastischer und abwechslungsreicher Kontinent der jedes Jahr mehr Urlauber anzieht. Wer möchte nicht einmal die roten Wüsten, tropischen Regenwälder oder weißen Strände Australiens sehen oder auch mit Delfinen schwimmen, im Sommer Ski fahren oder im Outback zu zelten? All das ist in Australien möglich und macht diesen Kontinent zu einem unvergesslichen Erlebnis für jeden Reisenden. Dieses Land bietet jede Menge Möglichkeiten seinen Urlaub ganz individuell zu gestalten. Es ist ein Paradies für Reiselustige und bietet ebenso vielseitige Arbeitsmöglichkeiten für Rucksackreisende.
Australien gehört deshalb nicht umsonst seit Jahren zu einem der beliebtesten Reiseziele der Welt.

