Die verschiedenen Zeitzonen in Australien
von Australien am 13 Jun. 2010, unter Informationen, Urlaub
Australien hat verschiedene Zeitzonen. Die Sommerzeit, in Down Under Daylight Saving Time genannt, ist leider nicht einheitlich festgelegt und auch die Start- und Enddaten variieren. In Australian Capital Territory, New South Wales, South Australia und Victoria endet die Sommerzeit Anfang April, in Western Australia bereits Ende März, d.h., die Uhr wird um eine Stunde vorgestellt. In Tasmanien beginnt die Sommerzeit bereits Anfang Oktober. Keine Sommerzeit gibt es im Northern Territory und in Queensland. Western Australia will noch entscheiden ob die Sommerzeit auch künftig verwendet wird.
Politik in Australien
von Australien am 13 Jun. 2010, unter Allgemein, Informationen
Australien ist seit 1901 ein föderativer Staat mit Regierungssitz in der eigens dafür gegründeten Hauptstadt Canberra. Jeder Bundesstaat hat seine eigene Regierung. Für die Zentralregierung wurde das Zweikammersystem (Unter- und Oberhaus) aus England übernommen. Größte politische Gruppen sind Linke (Labor) und Rechte (Koalition aus liberalen und nationalen Parteien.) Regierungschef ist der Premierminister.
Australien ist Mitglied des britischen Commonwealth, das sich zwar selbst regiert, dessen nominelles Staatsoberhaupt aber die britische Königin ist. Ein Generalgouverneur ist der nationale Vertreter der Monarchie, wobei in der letzen Zeit heftig über die Zukunft als Republik diskutiert wird. Die Befürworter des jetzigen Systems argumentieren, dass die Staatsform wesentlich zu einer der stabilsten Gesellschaften der Welt beigetragen hat, Gegenstimmen argumentieren, dass der Treueeid auf die britische Königin kaum Bedeutung für eine Bevölkerung habe, die aus Einwanderern vieler unterschiedlicher Nationen besteht. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis Australien offiziell Republilk wird. Der Nationalcharakter ist von der Insellage und der dünnen Besiedlung geprägt, weit entfernt von den europäischen Wurzeln und Südostasien geografisch viel näher. Immer stärker setzt sich die Erkenntnis durch, dass das Land seinen Blick in die Zukunft stärker auf die Pazifikregion richten muss. Schon jetzt werden die Geschäftsbeziehungen zu Indonesien und Japan intensiviert.
Bondi Beach, einer der berühmtesten Strände Australiens
von Australien am 13 Jun. 2010, unter Informationen, Sport, Urlaub
Beständige Brandung, schneeweißer Sandstrand, zerklüftete Klippen. Das ist Bondi Beach. Der Strand gilt als Verkörperung des australischen Lebensstils. Bereits 1890 stiegen hier die Sydneysider am Abend in die Fluten. Noch vor 100 Jahren war das Baden erst nach Einbruch der Dunkelheit erlaubt. Heute ist es schick, in “Bondi” zu wohnen, den Beach und die Campbell`s Parade mit charmanten Trendcafés und Bars vor der Tür. Wahrzeichen von Bondi sind die Mitglieder des 1906 gegründeten Rettungsschwimmer-Clubs. Ihre berühmten Badehosen gibt es beim “North Bondi Life Saving Club” auch für Nichtmitglieder.
Ein gesicherter Küstenpfad folgt den Sandsteinklippen zum ruhigen Tamarama Beach, weiter nach und hin zum Waverly Cemetery, für viele Sydneys schönster Friedhof. Blendend weiß thronen die Gräber auf dem schroffen Fels hoch über der Brandung. Weiter südlich folgen Lady Bay und Camp Cove, der nur oben ohne zulässt. Ist die Strömung zu stark oder die Brandung zu heftig, baden die Sydneysider in “rock pools”, in den Fels gehauene Meeresschwimmbecken. An der Landzunge bei Coogee entstand Wylie`s Bath in einer Aushölung im Felsen. Auf Pfähle gestützt kleben die Sonnendecks an den Klippen.
Beliebteste Möglichkeit, der Stadt zu entfliehen, ist der von Pinien gesäumte Sandstrand in Manly. Hafen und Pazifik verbindet die geschäftige Fußgängerzone “The Corso”, im “Ocean Food” gibt`s Sydney`s beste Fish ´n´ Chips. Im Aquarium “Oceansworld” füttern Taucher Stachelrochen und Haie. Draußen im Pazifik schützen Netze die Badenden vor Haien. Exclusivster Strand-Vorort ist indes Palm Beach, wo sich Millionäre, Pop- und Filmstars in Traumvillen mit herrlicher Aussicht niedergelassen haben.
Kultur der Aborigines – Die Ureinwohner Australiens
von Australien am 13 Jun. 2010, unter Geschichte, Kultur
Als die Europäer im 18. Jahrhundert Australien besiedelten, waren die rund 750.000 Aborigines keineswegs eine homogene Rasse. Sie besaßen etwa 250 Sprachen, ihre Lebensart variierte von Gebiet zu Gebiet. Stämme wie die Tiwi an der Nordküste pflegten sehr intensive Kontakte zu Indonesien, so dass sich die Kultur wesentlich von derjenigen der isolierten Pitjantjatjaras in der Wüste Zentralaustraliens oder der Kooris im Südosten unterschied. Dennoch gibt es gemeinsame Züge im Leben der Ureinwohner, die sie über die Jahrhunderte bis heute in ihrern Traditionen bewahrt haben.
Traditionelle Lebensweise der Aborigines
Tausende von Jahren waren die Aborigines Jäger und Nomaden. Sie benutzten leichtes Werkzeug wie den Bumerang und bauten Hütten aus Lehm. Die Notwendigkeit weiterzuziehen ergab sich aus den Gegebenheiten der Region. So waren Menschen in Gegenden mit genügend Nahrung und Wasser sesshafter als jene, in deren Gegend es daran mangelte. Da die Ureinwohner meist in Gruppen lebten, splitterten sich die Völker bald im Klans mit unterschiedlichen Sprachen und Bräuchen auf. Leute mit gleicher Sprache schlossen sich in Kernfamilien zusammen, meist Mann, Frau, Kinder und vielleicht einige Freunde, um gemeinsam das tägliche Leben meistern zu können. Von Zeit zu Zeit trafen sich die Gruppen zu religiösen Zeremonien, Hochzeiten und zur Beilegung von Streitigkeiten. Der Handel spielte eine herausragende Rolle. Holz, Ockerfarben und Muscheln waren nur einige der Güter, die an den Handelsstraßen im ganzen Land getauscht wurden. Als englische Siedler weite Teile des Landes für sich beanspruchten, fand das Nomadenleben weitgehend ein Ende. Andere Bereiche ihrer traditionellen Lebensweise konnten sich die Aborigines jedoch bewahren. So genießen die Alten großen Respekt. Sie sind verantwortlich für den Fortbestand der Gesetze und die Bestrafung derer, die sie brechen oder die Geheimnisse alter Rituale preisgeben. Diese sind Teil des Glaubens, den die Aborigines “Traumzeit” nennen.
Traumzeit
Gesetze und Glaube der Aborigines sind von der Traumzeit geprägt. Sie basiert auf der Mythologie ihrer Schöpfungsgeschichte. Riesige Schlangen, uhrväterliche Schöpferwesen, sollen sich aus dem Erdinneren erhoben und auf Traumzeit-Wanderungen Täler, Flüsse und Berge erschaffen haben. Andere Ahnen ließen Sonne und Regen entstehen, den Menschen und die freie Natur. Orte, von denen man annahm, dass Vorfahren hier aus der Erde gekommen seien, sind heilig und Stätten für Zeremonien und Rituale. Der Glaube an die Traumzeit ist im wesentlichen eine religiöse Vorstellung und stellt die Lebensbasis der Aborigines dar. Sie glauben an eine sterbliche und eine unsterbliche Seele, die sich beide mit ihrer totemistischen Vorfahren verbunden fühlen. Jeder Familienklan führt seine Ursprungs auf die gleichen Ahnen zurück. Diese beschützen die Menschen, schicken aber Unheil, wenn sie verstimmt sind. So müssen einige Klanmitglieder über die heiligen Stätten wachen. Bei der Verletzung dieser Pflicht kommt es zu schweren Bestrafungen. Jeder Traumzeit-Geschichte bezieht sich auf eine Landschaft. Wenn zwei Landschaften aneinandergrenzen, bilden diese Geschichten Markierungslinien. Über diese können die Stämme Kontakt miteinander aufnehmen, da solche Linien den gesamten australischen Kontinent überziehen.
Tanz und Musik der Aborigines
Die Gesänge der Aborigines, die Geschichten über die Traumzeit-Ahnen erzählen, sind Bestandteil der Geisterverehrung. Oft sind die Worte unverständlich, da viele dieser Ahnengeschichten ein Geheimnis bergen. Als Begleitinstrument dient das Didgeridoo, ein etwa ein Meter langes, tief klingendes Blasinstrument. Auch der Tanz dient als Mittel zur Kontaktaufnahme mit den Ahnen. Heute erfährt der Tanz der Aborigines eine Renaissance, wobei sich traditionelle Elemente mit modernen mischen.
Neue Probleme
Obwohl heute nur wenige Ureinwohner als Nomadenleben, pflegen sie die Zeremonien, Schöpfungsgeschichten Kunst weiterhin als wichtige Bestandteile ihrer Kultur. Das Recht auf eigenes Land war lange eine ihrer wichtigsten Forderungen. Sie fühlen sich verantwortlich für das Land, das ihnen bei seiner Entstehung anvertraut wurde. Der Land Rights Act von 1976 trug zur Verbesserung der Lage bei. Es wurden Aboriginal Land Councils eingesetzt, die als Vermittler zwischen Regierung und Ureinwohnern fungierten. Wo Aboriginal-Rechte festgeschrieben sind, kann Land nicht verändert werden. In Gebieten mit einem großen Anteil an Aborigines gilt laut Regierung das moderne Gesetz neben dem Gesetz der Aborigines. So kann ein Gericht bei einem Aboriginal-Verbrecher Stammesrecht anwenden. Oft ist es grausam, erlaubt aber den Aborigines, nach ihrem eigenen Rechtssystem zu leben. Das Interesse an der Kunst der Aborigines hängt mit der neuerdings positiveren Einstellung der Australier zur Kultur der Urbevölkerung zusammen. Künstler wie Emily Kame Kngwarreye verbinden traditionelle Smart real wie Baumrinde und Ockerfarben mit Acrylfarben und Leinwand und öffnen damit die Traumzeit-Geschichten einer zeitgenössischen Interpretation.
Viele Aborigines leben heute in Städten, bleiben aber isolierte Fremde und suchen oft unter ihresgleichen Anschluss. Innerhalb des Landes der Aborigines gehen viele noch ihren medizinischen Praktiken nach und vollziehen traditionelle Rituale. Alle Bemühungen zum Trotz sind die Aborigines in Australien nach wie vor benachteiligt, vor allem im Hinblick auf Wohnung, Gesundheit und Erziehung. Aber das wachsende Interesse an ihrer Kultur und Tradition führt allmählich einer harmonischeren Koexistenz.
Badeurlaub in Australien
von Australien am 12 Jun. 2010, unter Urlaub
Die einschließlich der Inseln 47000 km Küste Australiens bietet unzählige lange Sandstrände und kleinere felsige Badebuchten. Vielerorts herrschen ideale Bedingungen für Strandwanderer und Wassersportler. Surfen, Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen führen die Hitliste der sportlichen Vergnügungen in Australien an. An vielen Stellen herrschen gefährliche Meeresströmungen, auch Rip-Strömungen genannt, die Badende hinaus aufs Meer ziehen. Es wird daher empfohlen, nur an von Mitgliedern der Surf Life Saving Association bewachten Stränden, die mit rotgelben Fahnen markiert sind, Wassersport zu treiben. Und nicht vergessen. Immer Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen und schützende Kleidung und einen Hut anziehen. Der bei Sydney gelegene Bondi Beach ist Australiens beliebtester und daher oft überfüllter Strand. Er wird auch von vielen Surfern frequentiert. Zu den bevorzugten Badeplätzen zählen ferner in Victoria die Strände von Gippsland und entlang der Great Ocean Road sowie der südaustralischen Insel Kangaroo Island. In Queensland locken südlich von Brisbane die Strände der Gold Coast, nördlich der Hauptstadt die familienfreundliche Sunshine Coast. Während der Badebetrieb an der Gold Coast recht lebhaft ist, mit Hotspots für Surfer und allen Arten von Unterhaltung und Unterkünften, findet man an der Sunshine Coast noch vielfach Erholung in ruhig gelegenen Küstensiedlungen. Ebenfalls in Queensland, unweit nördlich von Maryborough, liegen die geschützten Strände der Hervey Bay. Diese Sandstrände sind sehr gut für Kinder geeignet, da sie flach abfallen und das Wasser ruhig ist. Noch weiter nördlich, vor Townsville, liegt Magnatic Island, ebenfalls mit schönen langen Sandstränden, v.a. die 3 km lange Horseshoe Bay. Berühmt ist auch der Four Miles Beach bei Port Douglas nördlich von Cairns. Im Norden Westaustraliens erstreckt sich bei Broome der 24 km lange, unglaublich breite Cable Beach, wo allerdings der Gezeitenwechsel sehr stark ist. Schöne Badestrände und exzellente Surfreviere gibt es auch am Indischen Ozean westlich und nordwestlich von Perth. Auskunft über FKK-Strände erhält man in den örtlichen Tourismusstellen.
Anreise Australien
von Australien am 12 Jun. 2010, unter Informationen
Mit dem Flugzeug
Rund 20 Stunden dauert die reine Flugzeit von Mitteleuropa an die Ostküste Australiens. Die meisten Besucher landen in Sydney oder Melbourne. Weitere internationals Flughäfen gibt es in Perth, Brisbane, Adelaide, Cairns und Darwin. Wem der Direktflug zu anstrengend ist, der hat die Möglichkeit, die günstigen Stopover Programme der Airlines für einen Zwischenstopp zu nutzen, u.a. in Dubai, Singapur, Hongkong, Kuala Lumpur oder Bangkok.
Die wichtigsten Airlines, die Australien regelmäßig anfliegen, sind British Airways, Emirates, Lufthansa, Malaysia Airlines, Quantas, Singapore Airlines und Thai Airways. Seit 2007 setzt Singapore Airlines auf Flügen von Singapur nach Sydney den Großraumjet A 380 ein, seit 2008 auch nach Melbourne. Günstige Verbindungen zwischen Asien udn Australien schafft Tiger Airways. Die preisgünstigste Reisezeit ist zwischen April und Juni, die teuerste kurz vor Weihnachten.
Mit dem Schiff
Die Ostküste Australiens wird von Kreuzfahrtreedereien wie P & O, Cunard Lines und Hapag-Lloyd angesteuert. Wer Zeit und Muße mitbringt, kann Australien auch in 12 Wochen mit dem Frachtschiff erreichen. Von Hamburg aus geht es vorbei an Malta durch den Suezkanal und via Singapur nach Sydney, Brisbane, Melbourne und Adelaide.
Mit dem Bus
Unglaublich, aber wahr. Seit April 2009 bietet OzBus einen regelmäßigen Busservice von Berlin nach Sydney. Die Tour durch drei Kontinente und 17 Länder dauert zwei Wochen und wird auch zwischen London und Sydney angeboten.
Reisedokumente
Für eine Einreise nach Australien benötigen alle ausländischen Staatsbürger einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass bzw. Kinderausweis und ein Visum. Bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu drei Monaten (Short Stay) wird es als ETA (Electronic Travel Authority) bei der Reisebuchung von Airlines oder Reisebüros kostenlos ausgestellt. Während der eingedruckten Gültigkeitsdauer des Visums ist eine mehrfache Einreise nach Australien möglich. Ausführliche Infos zu den Touristen-, Working Holiday- und, Business-Visa gibt es auf der staatlichen Website www.immi.gov.au. Wer einen Wagen mieten will, braucht zusätzlich einen Internationalen Führerschein. Unterlagen wie Impfpass und Mitgliedsausweis eines Automobilklubs können hilfreich sein. Fotokopien der Reisedokumente erleichtern bei Verlust die Beschaffung von Ersatzpapieren.
